Sonntag, 11. März 2012

Alice Moss - Mortal Kiss 1: Ist deine Liebe unsterblich?



Autor: Moss, Alice
Titel: Mortal Kiss – Ist deine Liebe unsterblich?
Originaltitel: Mortal Kiss – What would you sacrifice for a kiss?
Verlag: Egmont INK
Erschienen: 4. August 2011
ISBN-10: 3863960181
ISBN-13: 9783863960186
Seiten: 348
Einband: Hardcover mit Schutzumschlag
Serie: Mortal Kiss


Klappentext:

Als ihre Blicke sich zum ersten Mal treffen, steht für Faye die Welt still. Ihr Herz erinnert sich an diesen Jungen, scheint ihn seit einer Ewigkeit zu kennen. Dabei sind sie sich nie begegnet Doch Finn gibt sich distanziert, geht ihr demonstrativ aus dem Weg. Ganz im Gegensatz zu Lucas, der mit Faye flirtet, als gäbe es kein Morgen. Faye weiß nicht mehr, wo ihr der Kopf steht. Und das ausgerechnet jetzt, wo alles um sie herum aus den Fugen gerät: Unheimliche Wölfe streifen durch die Wälder, eine Motorradgang hält die Stadt in Atem und die Polizei findet die Leiche eines Fremden im Schnee. Der Tote trug ein Foto bei sich. Ein Foto von Faye.


Rezension:

Faye und ihre Abf Liz wohnen in dem kleinen Örtchen Winter Mill ein normales und bisweilen langweiliges Leben. Zumindest war es bisher immer so. Denn plötzlich scheint alles drunter und drüber zu gehen. Faye’s Vater meldet sich seit Wochen nicht, der Winter bricht mit aller Macht herein, macht die Straßen unpassierbar und das erst im September, die berühmte Mercy Morrow zieht mit ihrem Sohn Lucas nach Winter Mill, eine Biker-Gang, die nichts Gutes verspricht, quartiert sich im Wald ein und eine Leiche wird gefunden, die auch noch ein Bild von Faye bei sich trägt. Ab diesem Zeitpunkt beginnen sich die Ereignisse zu überschlagen und nichts scheint mehr so zu sein, wie es eigentlich sein sollte.
Doch damit nicht genug muss sich Faye mit ihren Gefühlen herumschlagen, denn als sie den Biker Finn kennen lernt, scheint es Liebe auf den ersten Blick zu sein. Doch da ist ja auch noch Lucas, zu dem sie sich ebenso hingezogen fühlt. Und was sie nicht weiß ... beide verbergen ein dunkles Geheimnis.

Alice Moss schafft es mit ihrem Erstlingsroman eine tolle Story um das Thema Werwolf zu schreiben. Dabei greift sie aber nicht auf die bereits bekannten Klischees zurück, sondern erfindet dieses Wesen für sich neu. Zwar verwandeln sie sich noch immer durch einen Biss vom Menschen in einen Wolf, doch wird die Linie auch in der Familie weiter gegeben, der Vollmond spielt bei der Verwandlung keinerlei Rolle und die Herkunft wird von Alice Moss in ihrer Geschichte genauestens erläutert.
Und nicht nur die Wölfe bringen einen Touch von Fantasy in die Geschichte. Nein, Alice Moss greift auf mehr mystisches Material zurück. So entwickelt sie z.B. ihre eigene Hölle und Wesen, die in ihr wohnen, sowie eine Art unsterbliches Wesen, welches ganz eigene Pläne hat.
Wer jetzt aber denkt von Fantasy geradezu erschlagen zu werden, der liegt falsch. Im großen und ganzen kommt all das erst im zweiten Teil des Buches so richtig zum tragen. Die erste Hälfte befasst sich hauptsächlich mit den Menschen von Winter Mill. Die Autorin nutzt den Beginn des Buches, um den Leser zuerst einmal mit ihrer Welt bekannt zu machen. Durch einen allwissenden Erzähler lernen wir auch die Charaktere besser kennen, denn die Geschichte wird nicht nur aus der Sicht der Protagonisten erzählt, sondern lernt man auch Nebencharaktere wie Liz oder den Gesetzeshüter besser kennen. Vor allem aber auch der Vielzahl der Charaktere ist es zu verdanken, das der Beginn des Buches nicht langweilig wird. Immer wieder Abwechslung wird geboten. Da haben wir die typischen Teenie-Girls, den Streber, den reichen Schönling und sogar einen verwegenen Biker. Also für jeden etwas dabei.
Behutsam wird der Leser in diese Welt eingeführt und langsam aber sicher steigert sich dann die Geschichte, bis hin zum finalen Showdown. Der Spannungsbogen wird schon zu Beginn aufgenommen mit einer Hetzjagd und steigert sich hin bis zu einem Ritual, was alles entscheiden soll.
Doch nicht nur das. Was man vor allem nicht vergessen sollte, ist die Liebesgeschichte zwischen Faye, Finn und Lucas. Zu Beginn erwartet den Leser mehr oder weniger eine Dreiecksbeziehung, doch schnell wird klar, das es für Faye nur einen Richtigen geben kann. Denn nicht umsonst nutzt hier Alice Moss das geflügelte Sprichwort: Liebe auf den ersten Blick.
Diese Liebe zieht sich schließlich wie ein roter Faden durch das Buch und verknüpft Gegenwart, Vergangenheit und auch die Zukunft miteinander. Doch erst am Ende, als es fast zu spät ist, kommt diese Liebe richtig zum tragen.
Was sich gerade angedeutet hat, ist wahr. Das Buch endet mit einem Cliffhanger. Zwar beendet Alice Moss die eigentliche Geschichte, doch auf den letzte Seiten schlägt sie bereits ein neues Kapitel auf. Und das ist auch richtig so. Denn die Welt, die sie hier geschaffen hat wäre in einem Buch einfach nicht befriedigend abzuhandeln. Also heißt es jetzt ... warten auf den zweiten Band.
Der Schreibstil ist frisch, flüssig und auch die benutzte Jugendsprache kommt echt herüber und wirkt nicht aufgesetzt und zu gewollt. Da es sich um ein Jugendbuch handelt lässt es sich sehr gut lesen und man braucht sich nicht zu sehr anzustrengen, die Bilder im Kopf entstehen zu lassen.
Das Cover ist auf eine für die momentane Zeit typische Weise gestaltet. Zuerst fällt einem das Mädchengesicht in der oberen linken Ecke auf, welches einen direkt ansieht. Daneben sieht man einen kleinen Ausschnitt eines Jungengesichts, welches sich an das Mädchen schmiegt. Dieses Bild schreit eindeutig „Liebesgeschichte“.
Der untere Teil des Covers wird allerdings von einem grauen Wolf eingenommen, welcher vor einer winterlichen Landschaft steht. Er sieht den Betrachter direkt an, was auf mich eine hypnotisierende Wirkung hatte. Dies ist der eindeutige Hinweis auf das Werwolf-Thema.
Die winterliche Szene gibt ebenso einen wichtigen Teil des Inhaltes wieder. Denn im ganzen Buch ist der früh hereinbrechende und ungewöhnlich starke Winter ein großes Thema.
Der Schriftzug ist originell gestaltet und spricht mich persönlich sehr an. Im großen und ganzen finde ich das Cover sehr gelungen. Es spiegelt perfekt das Buch wieder und ist ein echter Hingucker.

Ein sehr gelungener Reihenauftakt mit Suchtpotenzial, liebenswerten Charakteren und dem gewissen Etwas.





Autorenportrait:

Alice Moss wuchs in New York auf, pendelt aber mittlerweile zwischen den USA und London. Wenn Alice nicht schreibt, wandert sie sehr gern, fotografiert oder durchstöbert die Läden nach den neuesten Vintage Styles. Mortal Kiss – Wem gehört dein Herz? ist ihr zweiter Roman. 2011 erschien Mortal Kiss – Ist deine Liebe unsterblich?.

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