Samstag, 29. September 2012

Pegasuscitar I - Auf magischen Schwingen von Chris P. Rolls



Autor: Chris P. Rolls
Titel: Pegasuscitar - Auf magischen Schwingen
Originaltitel: ---
Verlag: Fantasy Welt Zone
Erschienen: 25. Mai 2012
ASIN: B0086G31YW
Seiten: 322 (nach Printausgabe)
Einband: e-book
Serie: Pegasuscitar Bnd. 1


Inhalt:

Feyk buckelt und ackert den ganzen Tag schwer in einem viel bereisten Gasthof. Schwere körperliche Arbeit und dazu noch die Dienste im Schlafzimmer. Denn er ist ein Chiad, ein Sklave, verkauft vom eigenen Vater. So sieh sein Leben schon viele Jahre aus als er Vigar begegnet. Als er sich um dessen Pferd kümmert bemerkt er etwas selsames. Dieses Pferd hat schimmernde Flügel. Als Vigar davon erfährt klärt er Feyk auf. Vigar ist ein Pegasusreiter, und Feyk ein sogenannter Citar. Damit beginnen Feyks Probleme aber erst recht, denn zwei miteinander im Krieg liegende Reiche wollen ihn jetzt um jeden Preis in ihren Reihen haben. Feyk muss sich entscheiden. Und was sind das für Gefühle, die er für Vigar empfindet. Und wer ist dieser schüchterne junge Mann, der immer in seiner Nähe herumschleicht?


Leseprobe:   (mehr Auskünfte findet ihr hier)

Auf dem Hof des Gasthauses blieb Feyk keuchend stehen. Betont langsam atmete er ein und aus, bemüht, sein hart schlagendes Herz zu beruhigen. Jeder Atemzug tat weh, brannte in seiner Lunge, während er gierig die Luft einsog. Sein Rücken schmerzte von der Anstrengung, den störrischen Holzkarren über den unebenen Waldboden zu zerren. Obwohl er schützende Stoffbahnen um die Hände gebunden hatte und somit die Haut wenigstens nicht aufgeschürft worden war, brannten die Innenflächen wie Feuer. Schweiß bedeckte seinen schlanken Körper, tropfte ihm von der Stirn, verklebte seine Haare und ließ den groben Stoff seines Hemdes unangenehm am Rücken scheuern. Selbst die Muskeln seiner Beine zitterten. Nur allmählich wollte die Anspannung aus seinem Körper weichen.
Regen hatte den Boden seit Tagen aufgeweicht und ihm seine ohnehin harte Arbeit zusätzlich erschwert. Feuchtes Holz wog mehr, ließ sich schwer sägen und noch viel beschwerlicher war es, den Karren durch den feuchten, rutschigen Untergrund zu zerren.
Den ganzen Nachmittag hatte er gebraucht, um genügend Holz zu finden, es in handliche Stücke zu hacken, den Karren damit zu füllen und ihn über den aufgeweichten Weg heim zum Gasthof zu ziehen. Es dämmerte bereits, das Sonnenlicht schwand rotgolden hinten den Bäumen, doch sein Tag war damit noch lange nicht zu Ende. Wenn er das Holz abgeladen hatte, gab es in der Gaststube noch genügend zu tun.
Feyk seufzte unzufrieden. Jaskor, sein Herr und der Besitzer des Gasthofes, würde gewiss nicht zulassen, dass er sich sehr lange ausruhte.
Schneller als befürchtet wurde daraus Gewissheit, denn die Tür der Küche, die auf den kleinen Hof hinaus führte, wurde im selben Moment aufgestoßen. Die Küchenmagd Mirke hatte wahrscheinlich das Poltern des Holzkarrens vernommen. Feyk fluchte verhalten. Vermutlich wusste damit auch Jaskor, dass er wieder da war.
Mirke sah zu ihm herüber und lächelte mitleidig.
„Lass den Holzkarren einfach stehen“, meinte sie müde und wischte sich mit der rechten Hand Schweiß- und Rußspuren aus dem herben Gesicht. Ihr eigenes Los war Feyks ähnlich und als Einzige zeigte sie Verständnis und gelegentlich auch Mitleid. Für alle anderen im Gasthof war er nur eine billige Arbeitskraft.


Meine Meinung:

Pegasuscitar war für mich die zweite Erfahrung aus dem Bereich der Gay-Romance. Und ich kann sagen, ich hab es nicht bereut. Die Idee ist interessant und die Umsetzung durchaus sehenswert.

Sehr gespannt war ich ja auf den Inhalt des Buches. Durch den Titel Pegasuscitar war ich mir schon soweit im Klaren, dass es Pegasoi im Buch geben würde und sie auch einen wichtigen Teil einnehmen würden. Aber was ist nun ein Citar?? Dieser Name wird dann im Buch selbst ziemlich schnell aufgeklärt. Ein Citar ist jemand, der mithilfe seiner magischen Fähigkeiten die Pegasoi erwecken kann. Also ein passender Titel zum Inhalt des Buches.

Und da wir gerade beim Titel sind kommen wir auch gleich noch zum Cover. Vorherrschend sind sehr warme Farben, die einen auf dieses Cover aufmerksam machen. Auf der linken Seite sieht man einen nackten Mann, was mich persönlich sehr freut, und gegenüber einen Pegasus. Also sehr schön abgestimmt auf die Handlung selbst. Ich fühlte mich sofort von diesem Cover angesprochen und freue mich schon sehr auf die Folgenden.

Der Schreibstil ist einfach gehalten und daher auch sehr leicht zu lesen. Es erfordert keine Anstrengung der Handlung zu folgen und sich in diese Welt fallen zu lassen. Die einzige Eingewöhnung braucht man bei den Namen, was aber nicht weiter schwierig ist. Man kommt ziemlich schnell mit ihnen klar und es ist wie immer eine nette Abwechslung zu den herkömlichen Namen.

Die Welt in Pegasuscitar ist eine fiktive Welt, die dem Leser allerdings durch eine schöne farbige Karte näher gebracht wird. So kann man wunderbar verfolgen, wo die Handlung gerade abläuft und welche Strecken die Charaktere zurücklegen. Diese Welt wurde mit viel Phantasie geschaffen und ich bin sehr hibbelig, noch mehr von ihr zu entdecken.

Zu den Charakteren. Davon gibt es schon in diesem ersten Buch reichlich. Eine bunte Mischung an Leuten, die einfach nicht alle hier genannt werden können. Aber zu den wichtigsten seien ein paar Worte gesagt.

Der Protagonist ist Feyk. Wie schon im Inhalt erwähnt ist er zu Beginn der Handlung ein Sklave. Zwar kann man seine innere Stärke erkennen, doch scheint er sich trotzdem mit seinem Los abgefunden zu haben. Zu groß ist die Angst vor Strafe. Als er diesem Schicksal dann endlich entkommt blüht er auf und wird mutiger. Ich bin sehr gespannt, in welche Richtung er sich im weiteren noch entwickeln wird.

Vigar ist ein Pegasusreiter. Aber nicht irgendeiner, sondern ein Custor, ein Krieger. Er ist stark und schnell mit seinen Waffen. Aber er verbirgt ebenso eine schwache Seite. Er kann durchaus auch liebevoll sein und seinem Gegenüber das Gefühl geben, das wichtigste zu sein. Er ist auch derjenige, der Feyk aus seinem Los befreit und ihm seine Möglichkeiten aufzeigt.

 Thyon scheint der Gegenpart zu Vigar zu sein. Die beiden bekriegen sich zu Beginn des Buches. Für mich bleibt der Gute sehr schwer einzuschätzen. Einerseits scheint er auf der falschen Seite zu stehen, doch zeigt auch er Anzeichen von Güte und Gefühlen. Man kann nur sehr gespannt sein, wie seine wahre Natur nun wirklich aussieht.

Aldjar ist ein sehr liebenswerter Charakter. Er ist verdammt schüchtern und doch auch immer wieder mutig genug seine Wünsche zu zeigen. Ich hatte ihn schnell in mein Herz geschlossen, ebenso wie unser Feyk. Allerdings tauchen auch hier immer wieder Hinweise auf, dass mehr an ihm dran ist als es scheint. Die Spannung bleibt also auch bei ihm erhalten.

Nun noch zu einem letzten Aspekt ... dem Genre. Wie schon erwähnt gerhört dieses Buch in den Bereich der Gay-Romance. Ich kenne bisher nur eine Reihe aus diesem Genre und natürlich, wer meinen Blog verfolgt wird das wissen, die Mangas. Also war ich sehr neugierig, wie die Autorin dieses Thema behandeln würde. Und ich bin sehr überrascht ... und das im positiven Sinne. Die Liebesszenen zwischen den Charakteren kommen nicht einfach so hoppla hopp daher, sondern sie sind wirklich wunderbar in die Geschichte eingeflochten. Es ist nicht zu überladen und sehr gefühlvoll geschrieben. Bei Lesen stell sich definitiv dieses leise Kribbeln ein .... und so sollte es ja auch sein.



Wer also mutig genug ist, seinen Horizont ein wenig zu erweitern und diesem Genre eine Chance zu geben, der sollte dieses Buch definitiv versuchen. Ich freue mich schon sehr auf weitere Bände .... den Achtung, auch hier gibt es wieder einen gemeinen Cliffhanger *seufz*






Autorenporträt:

Unter dem Pseudonym Chris P. Rolls bzw. dem Nickname rihaij schreibe ich überwiegend Homoerotik und Fantasy aber auch andere Storys.  Auf Fanfiktion, BxB, Animexx, myfanfiction, FWZ-Forum, Pitstories und Nickstories habe ich ein paar davon veröffentlicht und es kommen weitere hinzu. Das Angebot reicht von Romanze über Fantasy zu Drama, hin zu lustigen oder romantischen Liebesgeschichten. Immer jedoch steht eine Beziehung unter Männern im Vordergrund.
Ich lebe und arbeite im wunderschönen McPom, dessen traumhafte Landschaften mich immer wieder inspirieren. Viele Ideen entstehen bei langen Ritten durch einsame Kiefernwälder.
Schon früh habe ich heimlich Liebesgeschichten um zwei Männer geschrieben- das Thema hat mich einfach fasziniert. Vermutlich steckt in meinem weiblichen Körper einfach ein schwuler Mann ;-).
Erst vor ca 2 Jahren entdeckte ich, dass ich damit gar nicht so alleine dastehen und begann meine ersten Storys zu veröffentlichen. Bald schon wurde mehr daraus und nun sind meine ersten Bücher (ja, wow, Mehrzahl) erschienen. So geht ein weiterer meiner Lebensträume in Erfüllung.

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