Mittwoch, 3. Oktober 2012

Pegasuscitar II - Mit gewaltigen Schwingen von Chris P. Rolls



Autor: Chris P. Rolls
Titel: Pegasuscitar - Mit gewaltigen Schwingen
Originaltitel: ---
Verlag: Fantasy Welt Zone
Erschienen: 27. September 2012
ASIN: B009IXM6UW
Seiten: 351 (nach Printausgabe)
Einband: e-book
Serie: Pegasuscitar Bnd. 2

Band 1 - Pegasuscitar - Auf magischen Schwingen     


Inhalt:


Feyk ist sicher in der Feste Aclodhs, so scheint es zumindest. Er arbeitet unermüdlich mit den Pegasoi und auch seine Beziehung zu Aldjar scheint nun in festen Bahnen zu verlaufen. Eigentlich könnte doch alles so schön sein. Wenn da nicht das Gefühl der Gefangenschaft weiterhin an Feyk nagen würde. Denn auch hier ist er nicht frei zu tun und zu lassen was er will.
Durch einen Verrat innerhalb der Festung fällt er schließlich auch noch in die Hände Bohruns, des gegnerischen Herrschers. Mit Folter wird er dazu gezwungen seine Gaben einzusetzen und so Bohrun zu weiteren Vorteilen zu verhelfen. Sehr unwahrscheinlich scheint eine Rettung zu sein.
Und auch der Krieg zwischen beiden Reichen scheint unumgänglich zu werden. Wie kann er dies noch abwenden? Wie kann er die Pegasoi schützen? Und welches Geheimnis verbirgt nun eigentlich Aldjar?


Leseprobe:     (mehr Auskünfte findet ihr hier    )

„Vigar, pass a ...!“
Der Schrei brach gurgelnd ab. Der junge, schwarzhaarige Custor wirbelte herum, das Schwert sirrte durch die Luft, fegte seinen Gegner von den Füßen. Vigar setzte nach, stieß ihm das Schwert tief in den Leib und zog es hastig heraus. Mit zwei großen Schritten war er neben dem anderen Custor.
Zu spät. Aufgerissene, leere Augen starrten ihn an. Ein Pfeil hatte die Kehle durchbohrt, ein weiterer steckte im Herzen. Vigar blieb keine Zeit, zu trauern. Er vernahm das Geräusch eines weiteren Pfeiles und warf sich auf den Boden. Das Geschoss zischte über ihn hinweg, bohrte sich in den leblosen Leib eines Pegasus.
Dicht auf den Boden gepresst, robbte sich Vigar hastig an den Pegasus heran, der ihm spärliche Deckung vor weiteren Pfeilen geben würde. Mit keuchendem Atem sah er sich gehetzt um.
Die meisten Custore waren tot. Zwei kämpften in einiger Entfernung gegen vier von Bohruns Reitern einen verzweifelten Kampf. Migark war ebenfalls verletzt, hielt sich mühsam auf den Beinen, während Groduk seine Waffe unablässig kreisen ließ. Am anderen Ende der Lichtung attackierte der aus dem Buzahvolk stammende Dorj den Bogenschützen Bohruns, zerschlug in eben diesem Moment dessen Bogen und rammte ihm die Faust ins Gesicht.
Fest schloss sich Vigars Hand um den Griff seines Schwertes. Wem sollte er als erstes zur Hilfe eilen? Doch bevor er aufspringen konnte, vernahm er über sich den Flügelschlag von weiteren Pegasus und blickte fluchend hoch. Vor dem Himmel waren drei Silhouetten auszumachen, die zur Landung ansetzten. Zorn wallte in dem jungen Custor hoch, als er die verkrüppelten Flügel sah. Sein eigener Pegasus stand unerreichbar weit entfernt zwischen den Bäumen des Waldes von Noyr. Er war verletzt, humpelte auf drei Beinen. Eine tiefe Wunde zog sich über Kruppe und Bein hinab. Er würde definitiv nicht fliegen können.


Meine Meinung:

Hier erst mal ein großes Achtungszeichen .... wer Band eins nicht kennt sollte diesen erst mal lesen .... es besteht Spoilergefahr!!!

Pegasuscitar II ist der Folgeband, der nahtlos an den ersten Teil anknüpft. Endlich erfährt man mehr über die Vergangenheit von Vigar und Thyon und lernt die Gefühle und die Angst der beiden viel besser zu verstehen. Trotz aller Vorbehalte aus dem ersten Band hab ich Thyon richtig lieb gewonnen. Klar sind seine Einstellungen manchmal etwas komisch, aber genau das mag ich auch an ihm.

Und auch die anderen Charaktere sind weiterhin mit von der Party. Sie bereichern die Welt der magischen Wesen und geben der Geschichte einen unglaublichen Reichtum an Ereignissen.

Feyk wächst immer mehr über sich hinaus und meistert auch schwierige Situationen. Wenn man seine Entwicklung betrachtet wird aus einem verängstigten jungen Mann ein starker und selbstbewußter Pegasusreiter, der sich zu behaupten weiß. Und auch seine Liebe zu Aldjar gibt ihm Kraft.

Aldjar ist noch immer der liebenswürdige scheue Stallbursche. Doch auch bei ihm zeigt sich eine starke Entwicklung, die ganz sicher aber auf seine Gefühle für Feyk zurückzuführen ist. Ich mag den Kerl. Nur zu gern hätte ich ihn an meiner Seite.

Und ein letztes Wort zu einem der Charaktere. Er hat das Buch unheimlich bereichert, auch wenn er nur eine der Nebenfiguren ist .... die Sprache ist von Ellan. Der Kerl hat ein derartig freches Mundwerk, dass man ihn einfach lieben muss. Unheimlich oft hat er mir mit seiner Art ein riesiges fettes Grinsen aufs Gesicht getrieben. Da kann ich nur froh sein, dass mich bei Lesen keiner gesehen hat, sonst hätten sie bestimmt angenommen dass ich ein bisschen balla balla im Kopf bin ;)

Der Schreibstil ist wie schon im ersten Teil der Story rund und gut zu lesen. Die Ungewohntheit der Namen hat sich gegeben und man kommt gut mit allem zurecht. Die Sätze sind gut strukturiert und leicht verständlich. Der Aufbau der ganzen Story ist gut durchdacht und nicht zu lang gezogen. Immer wieder kommt der Leser bei kleineren Passagen zur Ruhe, doch im Großteil wird die Handlung unermüdlich vorwärts getrieben. Die Abkürzungen in der zeitlichen Abfolge kommen dabei dem Tempo sehr zugute.

Das Cover ist ähnlich dem ersten Band. Wieder herrschen warme Farben vor. Der Pegasus ist gut sichtbar auf der linken Seite des Covers platziert. Und wieder schmückt, sehr zu meiner Freude, ein nackter Mann die rechte Coverseite. Ein echter Hingucker der Lust auf den Inhalt des Buches macht :)



Ich bin sehr überzeugt von der Geschichte der Pegasusreiter und finde es sehr schade, dass es nur diese beiden Bände gibt. Es ist immer schlimm, wenn eine Geschichte endet. Umso schöner ist es, dass sie so toll geschrieben ist, dass ich sie definitiv ein zweites Mal lesen werde. Däumchen hoch.








Autorenporträt:
 
  
Unter dem Pseudonym Chris P. Rolls   bzw. dem Nickname rihaij schreibe ich überwiegend Homoerotik und Fantasy aber auch andere Storys.  Auf Fanfiktion, BxB, Animexx, myfanfiction, FWZ-Forum, Pitstories und Nickstories habe ich ein paar davon veröffentlicht und es kommen weitere hinzu. Das Angebot reicht von Romanze über Fantasy zu Drama, hin zu lustigen oder romantischen Liebesgeschichten. Immer jedoch steht eine Beziehung unter Männern im Vordergrund.
Ich lebe und arbeite im wunderschönen McPom, dessen traumhafte Landschaften mich immer wieder inspirieren. Viele Ideen entstehen bei langen Ritten durch einsame Kiefernwälder.
Schon früh habe ich heimlich Liebesgeschichten um zwei Männer geschrieben- das Thema hat mich einfach fasziniert. Vermutlich steckt in meinem weiblichen Körper einfach ein schwuler Mann ;-).
Erst vor ca 2 Jahren entdeckte ich, dass ich damit gar nicht so alleine dastehen und begann meine ersten Storys zu veröffentlichen. Bald schon wurde mehr daraus und nun sind meine ersten Bücher (ja, wow, Mehrzahl) erschienen. So geht ein weiterer meiner Lebensträume in Erfüllung.

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